Rezension zu Katalin Jeschs „… bis ein neuer Ast sich streckt“

Weil es unsere Autorin Katalin Jesch

und uns sehr freut, möchten wir Ihnen die folgende wohlmeinende Rezension ihres in unserer Edition Garamond erschienenen Buchs „… bis ein neuer Ast sich streckt“ nicht vorenthalten. Jetzt werden Sie vielleicht denken, „No na, eine schlechte Rezension wird er hier posten!“ Das Problem ist nur, dass wir bislang keine negativen Rezensionen erhalten haben. Aber natürlich halte ich Sie gern dazu auch weiterhin auf dem Laufenden.

Wohlan, aus einer Sammelrezension von Christoph Janacs zu Katalin Jeschs „… bis ein neuer Ast sich streckt“:

„Katalin Jesch wurde 1963 in Ungarn geboren und lebt seit 1989 in Oberndorf bei Salzburg. Deutsch ist ihr also Fremd- und neue Muttersprache zugleich. Das merkt man ihrem ersten Gedichtband … bis ein ein neuer Ast sich streckt auch an – nicht aber im mangelhaften und Gebrauch der Wörter, sondern im Gegenteil: im bewussten Einsatz von Metaphern, (Zeilen-)Brüchen und einer großen formalen Vielfalt.

Jesch, die jahrlang Teilnehmerin von Schreibwerkstätten war, widmet sich in ihren Gedichten einem einzigen Thema: der Sprache und dem Übersetzen. Sie tritt in einen Dialog mit dem ihr bisweilen immer noch fremden Idiom, dreht und wendet die Wörter und reflektiert das soeben Geschriebene. Dabei gelingen ihr starke Bilder (»Dauerregen der Dinge«, »Wortfarn rollt sich auf«) und überraschende Wendungen (»Umarmen bis das Dunkel / zu leuchten beginnt«), wobei ihren Gedichten stets der Zweifel eingeschrieben ist: »die worte himmelwärts gerichtet wenn es himmel gibt // umarmen doch zu fest«. Auch wenn manches redundant erscheint und der Begriff »Wort« fast inflationär verwendet wird, Jeschs Gedichte sind ein Versprechen und lassen auf weitere Publikationen hoffen.“

– Christoph Janacs, Literatur und Kritik, März 2016

Zu dem Buch von Katalin Jesch:
http://www.guthmann-peterson.de/verlag-edition-garamond/verzeichnis-buch-edition-garamond/jesch-katalin-gedichte-ast.html

Zur Zeitschrift Literatur und Kritik:
http://www.omvs.at/de/literatur-und-kritik/